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Hochbunker Vandalenstraße Gelsenkirchen
Dieser Hochbunker wurde Anfang 1943 in der Vandalenstraße in Gelsenkirchen Bulmke auf einem 1637qm großem Grundstück errichtet. Der Bunker hatte vier Zugänge mit Gasschleusen, er verfügte über 5 Etagen welche über vier Treppenhäuser erreichbar waren. In den Treppenhäusern gab es eine Besonderheit die ich so noch nicht in einem HB gesehen hatte, um mehr Personen unterbringen zu können wurden in den Treppenhäusern Bänke aus Beton errichtet. Die Außenwände des Bunkers sind 2 Meter dick. Am 06. November 1944 gab es einen Großangriff auf die Stadt Gelsenkirchen bei welchem die Stadtteile Bulmke, Hüllen und Altstadt fast vollkommen zerstört wurden. Nur knapp sind die Schutzsuchenden im HB Vandalenstraße einer Katastrophe entkommen als eine Luftmine die rechte Seite des Bunkers gestriffen hatte und am Boden detonierte. Durch die Wucht der Explosion wurde der komplette rechte Teil des Bunkers angehoben. Die Dehnungsfuge hatte vor der Explosion eine Breite von ca 5cm, nachdem der Bunker angehoben wurde hatte sie eine Breite von ca 30cm nach oben hin schmaler werdend. Neben dem Bunker entstand ein riesiger Bombentrichter. Berichtet von einem Zeitzeugen der damals mit 10 Jahren die Explosion miterlebt hatte. Der Bunker wurde nicht entfestigt aber an verschiedenen Unternehmen vermietet, wie z.B. ein Tonstudio, Baufirma und Motorradwerkstatt. Große Teile des Bunkers wurden durch die Nachnutzung umgestaltet, gestrichen usw. aber trotzdem gab es auch noch sehr viele originale Bereiche mit Original Beschriftungen, Leuchtfarbe usw. Der Bunker wurde 2018 für ein Mindestgebot von 45000€ angeboten. Wie hoch der Erlös am Ende wirklich war ist mir nicht bekannt. Seit 2023 befindet sich der Bunker im Umbau und es sollen in ihm Wohnungen entstehen.
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